Taupunkt-Rechner: Ab wann wird die Wand nass und schimmelt?

Warme Luft trägt Wasserdampf. Kühlt sie an einer kalten Wand ab, wird die Wand feucht. Gib Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ein, dann siehst du, wie kalt eine Wand oder ein Fenster werden darf. Die Wandtemperatur misst du am einfachsten mit einem Infrarot-Thermometer.

Temperatur
Taupunkt: hier wird die Fläche nass–
Schimmelgrenze: Wand mindestens–
Luftfeuchtigkeit direkt an der Wand–

–

Schimmel braucht keine nasse Wand: Liegt die Luftfeuchtigkeit direkt an der Oberfläche über mehrere Tage bei 80 % oder mehr, kann er wachsen. Deshalb zeigt der Rechner neben dem Taupunkt auch die Schimmelgrenze.

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Taupunkt-Tabelle bei 20 °C Raumtemperatur

FeuchteTaupunktSchimmel­grenze
40 %6,0 °C9,3 °C
50 %9,3 °C12,6 °C
60 %12,0 °C15,4 °C
70 %14,4 °C17,9 °C
80 %16,4 °C20,0 °C

Bei 20 °C und 50 % Luftfeuchtigkeit sollte keine Stelle der Wand kälter als etwa 12,6 °C werden. Diesen Wert nennt auch die Norm für den Mindestwärmeschutz (DIN 4108-2). Bei 60 % sind es schon gut 15 °C, und das schaffen Außenecken in schlecht gedämmten Altbauten im Winter oft nicht.

So nutzt du den Rechner

  1. Luftfeuchtigkeit messen mit einem Hygrometer, am besten in der Raummitte.
  2. Wandtemperatur messen an der kältesten Stelle: Außenecke, hinter dem Schrank, unter dem Fenster, Fensterlaibung. Mit einem Infrarot-Thermometer geht das in Sekunden.
  3. Werte eintragen. Liegt die Wand unter der Schimmelgrenze, musst du die Luftfeuchtigkeit senken oder die Wand wärmer bekommen.

Was hilft, wenn die Wand zu kalt ist?

Welche Luftfeuchtigkeit in welchem Raum richtig ist: Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.

So rechnet der Rechner

Sättigungsdampfdruck nach der Magnus-Formel (Koeffizienten nach Sonntag 1990, wie im DWD-Wetterlexikon): E(T) = 6,112 hPa · e17,62·T / (243,12 + T). Der Dampfdruck im Raum ist e = Luftfeuchtigkeit × E(Raumtemperatur). Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der E = e. Die Schimmelgrenze ist die Temperatur, bei der die Luftfeuchtigkeit an der Oberfläche 80 % erreicht (E = e ÷ 0,8). Das ist das Kriterium aus DIN 4108-2. Die Ergebnisse sind Richtwerte, keine Bauwerksdiagnose.

Quellen