Strom

Heizlüfter Stromverbrauch: Was kostet eine Stunde?

Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt verbraucht 2 kWh pro Stunde, bei 35 Cent also 70 Cent. Kosten pro Tag, Monat und Jahr, mit Rechner und Spartipps.

Titelbild: Heizlüfter Stromverbrauch, was kostet eine Stunde

Anzeige: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (mit * markiert). Kaufst du darüber ein, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Mehr dazu

Inhalt dieses Artikels
  1. Kosten-Tabelle: Heizlüfter mit 2.000 Watt
  2. Warum Heizen mit Strom so teuer ist
  3. So findest du heraus, was dein Heizlüfter wirklich verbraucht
  4. Günstiger warm werden: Alternativen
  5. Häufige Fragen

Kurze Antwort

Kurz gesagt: Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt verbraucht auf voller Stufe 2 kWh pro Stunde. Bei einem Strompreis von 35 Cent pro kWh kostet das 70 Cent pro Stunde. Läuft er jeden Tag 2 Stunden, sind das rund 42 € im Monat. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, Heizlüfter nur kurz und gezielt einzusetzen.

Kosten-Tabelle: Heizlüfter mit 2.000 Watt

Bei einem angenommenen Strompreis von 35 Cent pro kWh. Deinen eigenen Preis findest du auf der Stromrechnung.

Nutzung Verbrauch Kosten
1 Stunde 2 kWh 0,70 €
2 Stunden pro Tag, 1 Monat (30 Tage) 120 kWh 42 €
2 Stunden pro Tag, Heizperiode (ca. 6 Monate) 360 kWh 126 €
8 Stunden pro Tag, 1 Monat 480 kWh 168 €

Auf kleiner Stufe, oft 1.000 W, halbieren sich die Werte. Mit Thermostat schaltet das Gerät ab, wenn der Raum warm ist, und verbraucht dann weniger.

Selbst ausrechnen: Mit unserem Stromkosten-Rechner gibst du Watt, Stunden und deinen Strompreis ein und bekommst sofort die Kosten pro Tag, Monat und Jahr.

Grafik

Heizlüfter: Stromkosten pro Monat je nach Leistung

Bei 2 Stunden täglich auf voller Stufe, 30 Tage, 35 Cent pro kWh.

500 Watt10,50 €
1.000 Watt21,00 €
1.500 Watt31,50 €
2.000 Watt42,00 €
3.000 Watt63,00 €
Grafik: Der Handwerksdoktor. Rechnung: Watt ÷ 1.000 × 2 h × 30 Tage × 0,35 €.

Warum Heizen mit Strom so teuer ist

Ein Heizlüfter macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme, effizienter geht es mit dieser Technik nicht. Strom ist pro Kilowattstunde aber deutlich teurer als Gas oder Öl. Die Verbraucherzentrale schätzt, dass die Stromrechnung auf ein Fünf- bis Zehnfaches steigen würde, wenn man die ganze Wohnung elektrisch direkt heizen würde.

Sinnvoll ist ein Heizlüfter deshalb nur kurz und gezielt: im Bad am Morgen, im Arbeitszimmer an einzelnen kalten Tagen oder als Notlösung, wenn die Heizung ausfällt.

So findest du heraus, was dein Heizlüfter wirklich verbraucht

Keramik-Heizlüfter mit Tragegriff
Foto: Benchill, „Goldair GCH200 ceramic heater“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Die Watt-Angabe auf dem Typenschild ist die Höchstleistung. Was er tatsächlich verbraucht, zeigt ein Energiekostenmessgerät* zwischen Steckdose und Gerät. Wie das geht: Stromverbrauch messen: 4 einfache Wege.

Sicherheit

Heizlüfter direkt in die Wandsteckdose stecken, nicht in Mehrfachstecker oder dünne Verlängerungskabel. 2.000 Watt sind eine hohe Dauerlast. Abstand zu Vorhängen, Möbeln und Textilien halten, nie unbeaufsichtigt oder über Nacht laufen lassen, nichts darüberlegen.

Welches Gerät für welchen Zweck? Heizlüfter, Ölradiator oder Infrarotheizung im Vergleich.

Günstiger warm werden: Alternativen

Häufige Fragen

Was kostet ein Heizlüfter pro Tag?

Bei 2.000 W und 35 ct/kWh: 0,70 € pro Stunde. Bei 3 Stunden täglich also 2,10 € am Tag.

Verbraucht ein Heizlüfter mit Thermostat weniger?

Ja, weil er abschaltet, sobald der Raum warm ist. Wie viel, hängt von Raumgröße, Dämmung und Außentemperatur ab. Messen bringt Klarheit.

Sind Mini-Heizlüfter für die Steckdose sparsamer?

Kleine Geräte haben weniger Leistung und verbrauchen deshalb pro Stunde weniger, sie heizen aber auch kaum. Die Verbraucherzentrale hält solche Steckdosen-Heizlüfter als Heizungsalternative für ungeeignet.

Quellen

Der Handwerksdoktor

Der Handwerksdoktor erklärt auf YouTube und hier im Blog, wie Heizung, Strom und Wasser im Haus funktionieren, einfach und ohne Fachchinesisch.