Strom

Stand-by-Stromfresser finden: Was Geräte im Stand-by kosten

Stand-by kann einen Haushalt bis zu 115 Euro im Jahr kosten. So findest du die Stromfresser mit einem Messgerät und schaltest sie mit wenig Aufwand ab.

Titelbild: Stand-by-Stromfresser finden

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Inhalt dieses Artikels
  1. Was kostet Stand-by wirklich?
  2. Stromfresser finden in 4 Schritten
  3. So schaltest du Stand-by ab
  4. Wie viel Stand-by ist erlaubt?
  5. Häufige Fragen

Kurze Antwort

Kurz gesagt: Geräte im Stand-by verbrauchen rund um die Uhr Strom. Laut co2online kommen in einem Einfamilienhaus bis zu 360 kWh und 115 Euro im Jahr zusammen. Die größten Stromfresser findest du mit einem Strommessgerät für die Steckdose. Abschalten geht am einfachsten mit einer schaltbaren Steckdosenleiste, etwa für Fernseher, Spielkonsole und Musikanlage.

Was kostet Stand-by wirklich?

Ein Watt klingt nach wenig. Aber ein Gerät im Stand-by läuft 8.760 Stunden im Jahr. Die Grafik zeigt, was typische Stand-by-Werte kosten, wenn das Gerät rund um die Uhr am Netz hängt:

Grafik

Stand-by-Kosten pro Jahr, Beispielwerte

Bei 35 Cent pro kWh und Stand-by rund um die Uhr. Neuere Geräte liegen oft deutlich darunter, miss deine eigenen nach.

Stereoanlage15 W46 €
Fernseher (LCD)14 W43 €
Router8 W, läuft meist ohnehin durch25 €
Spielekonsole3 W9 €
Waschmaschine3 W9 €
Grafik: Der Handwerksdoktor. Watt-Werte laut entega, Kosten eigene Rechnung: Watt × 8.760 h ÷ 1.000 × 0,35 €.

Die Rechnung dahinter: Watt × 8.760 Stunden ÷ 1.000 = kWh pro Jahr, mal deinen Strompreis. Für eigene Werte gibt es den Stand-by-Rechner und den Stromkosten-Rechner.

Stromfresser finden in 4 Schritten

Energiekostenmessgerät in einer Wandsteckdose neben einem Lichtschalter
Foto: Zátonyi Sándor (ifj.), „Fogyasztasmero“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Stand-by-Stromfresser aufspüren

  1. Schritt 1Messgerät reinMessgerät in die Steckdose, Gerät daran anschließen.
  2. Schritt 2AusschaltenGerät mit Fernbedienung oder Taste ausschalten.
  3. Schritt 3Watt ablesenEinige Minuten warten, dann Watt ablesen.
  4. Schritt 4HochrechnenWatt × 8.760 ÷ 1.000 = kWh pro Jahr.
  1. Ein Energiekostenmessgerät* in die Steckdose stecken und das Gerät daran anschließen.
  2. Gerät ausschalten, so wie du es sonst tust (Fernbedienung, Taste).
  3. Einige Minuten warten und die Watt-Anzeige ablesen. Manche Geräte brauchen kurz nach dem Ausschalten mehr.
  4. Hochrechnen und die Geräte nach Kosten sortieren. Wie das Messen genau geht, steht hier: Stromverbrauch messen.

Typische Kandidaten: Fernseher mit Schnellstart, Spielkonsolen im „Ruhemodus“, ältere Stereoanlagen, Drucker, Kaffeemaschinen mit Uhr, Steckernetzteile, die immer stecken, und alles mit leuchtenden Lämpchen.

So schaltest du Stand-by ab

Steckdosenleiste mit rotem Schalter und mehreren eingesteckten Steckern
Foto: unbekannt, „German power strip“, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Nicht alles vom Netz nehmen

Router, Kühlschrank, Gefriertruhe, Alarmanlagen und Geräte mit wichtigen Aufnahmen oder Updates sollten am Netz bleiben. Manche Drucker reinigen beim Einschalten die Düsen und verbrauchen dann Tinte. Schau im Zweifel in die Anleitung. Mehrfachleisten nie hintereinander stecken.

Wie viel Stand-by ist erlaubt?

Für neue Geräte gelten in der EU Grenzwerte. Laut entega dürfen Geräte ohne Statusanzeige im Stand-by höchstens 0,5 Watt verbrauchen, vernetzte Geräte höchstens 2 Watt. Ältere Geräte liegen oft deutlich darüber. Gerade bei Geräten von vor zehn oder mehr Jahren lohnt sich das Nachmessen.

Mehr zum Stromsparen im Winter: Heizlüfter: Stromverbrauch und Kosten.

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht ein Fernseher im Stand-by?

Neue Fernseher meist unter 1 Watt, ältere oder mit aktiviertem Schnellstart auch deutlich mehr. Miss am besten mit einem Messgerät nach.

Lohnt sich eine Steckdosenleiste mit Schalter?

Ja, sie kostet wenig. Schon bei 10 Watt Stand-by sparst du rund 30 Euro im Jahr bei 35 Cent pro kWh.

Verbraucht ein Ladegerät ohne Handy Strom?

Ja, aber bei modernen Netzteilen sehr wenig. Bei alten, warmen Netzteilen lohnt es sich, sie herauszuziehen.

Quellen

Der Handwerksdoktor

Der Handwerksdoktor erklärt auf YouTube und hier im Blog, wie Heizung, Strom und Wasser im Haus funktionieren, einfach und ohne Fachchinesisch.