Balkonkraftwerk-Rechner: Lohnt sich ein Speicher?
Modulleistung, Strompreis und Kosten eingeben: Der Rechner zeigt, was ein Balkonkraftwerk ohne und mit Speicher im Jahr spart und wann es sich bezahlt macht. Alles wird nur in deinem Browser berechnet.
Kurze Antwort
Kurz gesagt: Mit zwei Modulen (900 Wp) auf einem guten Südbalkon und 37 Cent pro kWhspart ein Balkonkraftwerk ohne Speicher rund 157 € im Jahr und hat sich nach gut 2 Jahren bezahlt gemacht. Ein großer 5-kWh-Speicher bringt nur rund 95 € mehr, kostet aber deutlich mehr: rund 7 Jahrebis zur Amortisation. Der Speicher lohnt sich vor allem, wenn du später ausbaust.
Beispiel laden:
Erwarteter Ertrag: – pro Jahr
| ohne Speicher | mit Speicher | |
|---|---|---|
| selbst genutzt | – | – |
| Ersparnis pro Jahr | – | – |
| bezahlt nach | – | – |
Der Speicher bringt – mehr pro Jahr. Ertrag und Eigenverbrauch sind Annahmen: Ein Südbalkon mit schräg aufgestellten Modulen schafft mehr als Module senkrecht am Geländer. Für deinen Standort kannst du den Ertrag mit dem kostenlosen PVGIS-Rechner der EU schätzen.
Die Regeln 2026 auf einen Blick
- Ein Balkonkraftwerk darf höchstens 800 Watt ins Hausnetz einspeisen.
- Bis 960 Wp Modulleistung reicht eine normale Schuko-Steckdose.
- Bis 2.000 Wp nur mit Wieland-Steckdose, die eine Elektrofachkraft setzt.
- Darüber ist es kein Balkonkraftwerk mehr, sondern eine normale Solaranlage mit Anmeldung beim Netzbetreiber.
- Jede Anlage muss im Marktstammdatenregister angemeldet werden.
Wann lohnt sich der Speicher?
Ausführlich mit allen Regeln und Mythen: Balkonkraftwerk mit Speicher: Lohnt sich das?
Solarmodule liefern mittags am meisten Strom, gebraucht wird er oft abends. Ohne Speicher geht der Überschuss ins Netz, meist ohne Vergütung. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch, im Beispiel von 50 auf 80 Prozent. Bei nur zwei Modulen ist ein 5-kWh-Speicher aber zu groß: Er bringt rund 95 € im Jahr mehr, kostet aber über 1.000 € extra.
Sinnvoll wird er, wenn du auf bis zu 2.000 Wp ausbaust (mit Wieland-Steckdose), einen dynamischen Stromtarif mit intelligentem Messsystem nutzt oder Notstrom willst.
Vorsicht bei großen Versprechen
Aussagen wie „1.000 € im Jahr sparen mit einem Balkonkraftwerk“ sind unrealistisch. Bei 37 Cent pro kWh müsstest du dafür rund 2.700 kWh im Jahr selbst verbrauchen. Ein Balkonkraftwerk am Maximum von 2.000 Wp erzeugt grob 1.900 kWh.So rechnet der Rechner
- Ertrag = Modulleistung (Wp) ÷ 1.000 × Ertrag pro 1.000 Wp. Voreingestellt: 945 kWh, also rund 850 kWh für 900 Wp auf einem guten Südbalkon.
- Ersparnis = Ertrag × Eigenverbrauch × Strompreis. Eingespeister Strom bringt bei Balkonkraftwerken meist nichts.
- Bezahlt nach = Kosten ÷ Ersparnis pro Jahr. Ohne Zinsen, ohne Preisänderungen.
- Nicht enthalten: Verluste und Stand-by-Verbrauch des Speichers sowie die Begrenzung auf 800 W bei viel Sonne.
Was deine Geräte tagsüber verbrauchen, rechnest du mit dem Stromkosten-Rechner aus oder misst es:Stromverbrauch messen.
Quellen
- EcoFlow: STREAM 5000, die wichtigsten Fragen
- balkon-kraft-werke.de: Schuko oder Wieland 2026 (DIN VDE V 0126-95)
- BDEW: Strompreisanalyse
- ADAC: Speicher für Balkonkraftwerk