Akkuschrauber kaufen: Volt, Drehmoment, Akku-System einfach erklärt
Welcher Akkuschrauber passt zu dir? Volt, Drehmoment (Nm), Ah, bürstenlos und Akku-System einfach erklärt. Mit Beispielen von Bosch, Makita und Metabo.

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Inhalt dieses Artikels
Kurze Antwort
Kurz gesagt: Für die meisten Haushalte passt ein Akku-Bohrschrauber mit 18 Volt und 30 bis 60 Nm Drehmoment. Damit schraubst du Möbel, Regale und Holz und bohrst in Holz und Metall. Nur für Möbel und kleine Schrauben reicht ein Mini-Akkuschrauber wie der Bosch IXO. Für Löcher in Beton brauchst du keinen stärkeren Akkuschrauber, sondern einen Bohrhammer. Am wichtigsten ist oft das Akku-System: Wer bei einer Marke bleibt, kann den Akku in vielen Geräten nutzen und spart beim nächsten Werkzeug Geld.
Welcher Akkuschrauber für wen?
In 3 Fragen zum passenden Gerät
- Schritt 1Nur Möbel?Mini-Akkuschrauber mit 3,6 V reicht.
- Schritt 2Regale, Holz?Bohrschrauber 18 V, 30 bis 60 Nm.
- Schritt 3Beton?Zusätzlich ein Bohrhammer.
| Typ | Drehmoment (grob) | Gut für |
|---|---|---|
| Mini-Akkuschrauber (3,6 V) | 3 bis 6 Nm | Möbelaufbau, kleine Schrauben |
| Kompakt (10,8 bis 12 V) | 20 bis 35 Nm | Möbel, Montage, enge Ecken |
| Bohrschrauber (18 V) | 30 bis 60 Nm | Allrounder: Regale, Holz, Metall |
| Schlagbohrschrauber (18 V) | 50 bis 90 Nm und mehr | zusätzlich Mauerwerk, große Schrauben |
Die Werte sind typische Spannen aus Kaufratgebern. Mehr dazu, wann du statt eines Akkuschraubers eine Bohrmaschine oder einen Bohrhammer brauchst: Akkuschrauber oder Bohrmaschine?
Die wichtigsten Werte einfach erklärt
Drehmoment (Nm): die Kraft
Das Drehmoment in Newtonmetern sagt, wie kräftig der Akkuschrauber dreht. Es ist der wichtigste Wert für Schrauben:
Wie viel Drehmoment brauchst du?
Richtwerte aus Kaufratgebern, jeweils das obere Ende der Spanne.
Genauso wichtig ist, dass sich das Drehmoment einstellen lässt. Der Drehring vorne mit vielen Stufen (Rutschkupplung) sorgt dafür, dass der Schrauber stoppt, bevor die Schraube zu tief sitzt oder der Kopf abreißt. 15 bis 20 Stufen und mehr sind angenehm fein.
Volt (V): die Klasse
- 3,6 V: Mini-Akkuschrauber. Leicht, handlich, aber nur für kleine Schrauben.
- 10,8 bis 12 V: kompakt und leicht, gut für Überkopfarbeiten und enge Stellen, trotzdem oft um 30 Nm.
- 18 V (manche Hersteller schreiben 20 V max): der Standard für Heimwerker. Mehr Reserven, aber auch schwerer.
Amperestunden (Ah): die Ausdauer
Die Amperestunden des Akkus sagen, wie lange du ohne Laden arbeitest. Für einzelne Projekte zu Hause reichen meist 1,5 bis 2,5 Ah. Praktischer als ein riesiger Akku ist oft ein zweiter Akku: Einer lädt, mit dem anderen arbeitest du weiter.
Bürstenlos (Brushless)
Bürstenlose Motoren arbeiten effizienter, halten länger und holen mehr aus dem Akku. Sie sind etwas teurer. Für gelegentliche Arbeiten zu Hause ist ein Gerät mit Bürsten völlig in Ordnung, wer viel schraubt, profitiert von bürstenlos.
Zwei Gänge und Bohrfutter
- Gang 1 (langsam, viel Kraft) zum Schrauben, Gang 2 (schnell) zum Bohren.
- Schnellspannbohrfutter bis 10 oder 13 mm nimmt auch dickere Bohrer auf. Bits steckst du mit einem Bithalter ein.
Das Akku-System: die wichtigste Entscheidung
Fast alle großen Hersteller bauen Akku-Systeme: Ein Akku passt in viele Geräte derselben Reihe, vom Akkuschrauber über die Stichsäge bis zum Rasentrimmer. Wer später weiteres Werkzeug kauft, kann es dann ohne Akku und Ladegerät („Solo“ oder „ohne Akku“) günstiger bekommen. Beispiele:
- Bosch (grün, Heimwerker): 18-Volt-System, auch mit anderen Marken der „Power for ALL“-Allianz.
- Makita: 18-V-LXT-System mit sehr vielen Geräten.
- Metabo: 18-V-System, auch in der markenübergreifenden „CAS“-Allianz.
Überleg deshalb vor dem Kauf: Habe ich schon ein Akkugerät? Welche Geräte will ich noch? Dann lohnt es sich, beim selben System zu bleiben.
Drei Beispiele für unterschiedliche Bedürfnisse
Wir testen keine Geräte selbst. Die drei Beispiele zeigen, wie die Klassen in der Praxis aussehen, die Daten stammen vom Hersteller.
Sicher arbeiten
- Vor dem Bohren in Wände Leitungen suchen, etwa mit einem Leitungssucher*. Nie senkrecht über oder waagerecht neben Steckdosen und Schaltern bohren, dort verlaufen häufig Leitungen.
- Bei Bohrarbeiten Schutzbrille tragen, lange Haare zusammenbinden.
- Akkus nicht in praller Sonne oder im eiskalten Auto lagern und nur mit dem passenden Ladegerät laden.
Häufige Fragen
Wie viel Volt sollte ein Akkuschrauber haben?
Für die meisten Haushalte 18 V. Wer nur Möbel aufbaut, kommt mit einem kleinen 3,6-V-Schrauber aus. 12-V-Geräte sind ein guter Kompromiss, wenn es leicht sein soll.
Wie viel Nm braucht ein Akkuschrauber?
Für Möbel reichen 15 bis 30 Nm, als Allrounder sind 30 bis 60 Nm gut. Mehr brauchst du für große Holzschrauben und Mauerwerk.
Akkuschrauber mit Bürsten oder bürstenlos?
Bürstenlos ist effizienter und langlebiger, aber teurer. Für gelegentliche Arbeiten reicht ein Gerät mit Bürsten.
Kann ich mit dem Akkuschrauber in Beton bohren?
Mit einem normalen Akkuschrauber nicht. In Ziegel geht es mit Schlagbohrfunktion, für Beton brauchst du einen Bohrhammer.
Lohnt sich ein Akkuschrauber ohne Akku?
Ja, wenn du schon Akkus vom selben System hast. Die „Solo“-Geräte sind deutlich günstiger.
Quellen
- akkuschrauber-ratgeber.de: Wie viel Leistung braucht ein Akkuschrauber?
- Werkzeug-Insider: 5 Dinge, auf die du beim Kauf eines Akku-Bohrschraubers achten solltest
- ManoMano: So finden Sie den richtigen Akkuschrauber
- Herstellerangaben von Bosch, Makita und Metabo zu den genannten Geräten




